Terminator 4 (2009) Titelbild

TERMINATOR SALVATION (2009) Kritik

DE/GB/US 2009 – 115 Min. – Regie: McG – Besetzung: Christian Bale, Sam Worthington, Bryce Dallas Howard, Helena Bonham Carter – Kinostart: 04.06.2009 – ©Sony – Trailer


Nachdem Teil 3 der Terminator-Reihe ohne die Führung von Schöpfer James Cameron (Titanic) schon den Abstieg andeutete, den ein oder anderen (mich eingeschlossen), durch seinen ungewollten Trash-Charakter und viel Arnie-Charisma noch unterhalten konnte, gelang dem Regisseur mit dem coolsten Namen McG 2009 mit Terminator Salvation ein wahrlicher Tiefpunkt. Im ersten Film der Reihe, der sich, nach dem Cliffhanger des Vorgängers, zwangsläufig in der apokalyptischen Zukunft abspielt, muss sich John Connor (Christian Bale) weiterhin gegen Skynet beweisen und Ausschau nach seinem Teenie-Vater Kyle Reese (Anton Yelchin) halten, während Sam Worthington (Kampf der Titanen) auf einmal in der Zukunft aufwacht und von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

Etablieren tut McG dieses raue Setting gut. An Neil Blomkamps Filme erinnernde Kameraarbeit führt in ruhigen Momenten zu einem wirklich atmosphärischen Apokalypsen-Gefühl und mit seinen Horror-Anwandlungen bringt er das bedrohliche Gefühl, der von Skynet beherrschten Zukunft gut rüber. Nie sah ein T-600 mit seinen rot glühenden Augen mehr aus, als wäre er einem Horrorfilm entsprungen. Das jedoch alles nur zu Anfang. Nachdem sich Terminator 2 als wahrliches Action-Meisterwerk und Meilenstein in die Filmgeschichte einreihen durfte, ist dies gerade der Knackpunkt, der Die Erlösung untergehen lässt. In der furchtbaren Action schlägt sich nicht der unterdurchschnittliche CGI-Einsatz negativ nieder, die fatale Inszenierung ist in all seiner over-the-topness und Dynamiklosigkeit geradezu lachhaft. Nichts von der einzigen Wucht oder coolness ist übrig geblieben. Ein Gefühl von Gefahr kommt nie auf, geschweige denn jegliche Einbindung in die Action. Denn die Charaktere sind lose Hüllen, die sich gerade so noch durch ihre Bekanntheit aus den Vorgängern am Leben erhalten. Doch sogar der uns seit nun zwei ganzen Filmen bekannte John Connor verliert durch Christian Bales arrogante Performance jegliche Sympathien.

Terminator 4 ist auf jeden Fall keine Erlösung von der beginnenden Talfahrt, sondern hat so gut wie nichts mehr mit Terminator zu tun. Der Charme, das Gefühl – nichts ist mehr da! Da kann auch ein CGI-Arnie-Cameo nichts machen, außer das Hassgefühl der Fans noch mehr bündeln.

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