Terminator 2 (1991) Titelbild

TERMINATOR 2: JUDGEMENT DAY (1991) Kritik

US 1991 – 132 Min. – Regie: James Cameron – Besetzung: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick – Kinostart: 25.07.1991 – ©Kinowelt – Trailer


Nur ein einziges Mal schnuppern wir die dystopische Luft der dunklen Zukunft, bevor zwei Terminatoren, wegen einem Jungen in der Zeit zurückgeschickt werden. Während sich das Cyborg-Update T-1000 (Robert Patrick) der Termination von John Connor (Edward Furlong) widmen soll, stellt sich Mr. Universum a.k.a. Arnold Schwarzenegger diesmal als T-101 auf die Seite der Connors. Das aber nicht, bevor er sich, aus blauen Blitzen geboren, neue Klamotten beschafft und zu „Bad To The Bone“ aus einer Bar marschiert. He’s back! Besorgt war Arnie nämlich, seine Figur hätte nicht genug coolness, würde der Terminator nicht nochmal die Chance bekommen, ein paar Leute umzunieten, bevor er John schwören muss, niemanden mehr zu töten.

Seine menschlichen Attitüden leicht angehoben, aber die staksige Robotik in seinem Schauspiel kein bisschen verloren, beweist Arnold Schwarzenegger wieder, dass er der einzig wahre Terminator ist. Der Zuschauer darf sich derweilen nicht mehr schlecht fühlen, Sympathien für den Muskelprotz mit deutschem Akzent zu empfinden, und Arnie mehr als 17 Sätze sprechen. Die aufgepumpte Sarah Connor (Linda Hamilton) mutiert durch ihre rabenmütterlichen Anwandlungen dafür leider etwas zur unsympathischen Randfigur, Edward Furlong spielt seine schöne Arc aber überaus solide herunter und befördert sich so schnell vom Rotzbengel zur Identifikationsfigur.

Nicht nur der Terminator hat seine Bosheit hinter sich gelassen, mit Terminator 2 schlägt Regisseur James Cameron viel mehr die hoolywood’sche Gut-gegen-Böse-Variante ein. Dem Film nun aber Verweichlichung vorzuwerfen wäre falsch. Er verliert auch nicht seine Ernsthaftigkeit, man konzentriert sich nur mehr auf anderes. Und eins macht das Sequel dadurch auf jeden Fall mehr: Spaß! Die Action ist wuchtiger, die Stunts spektakulärer, die Explosionen gewaltiger. Das erhöhte Budget wird in vollen Zügen und vor allem mit voller Hingabe ausgelebt. Wo man im ersten Teil noch in den ruhigen Momenten Camerons Herzblut für sein Projekt spürte, so tut man dies hier vor allem in den Actionszenen. Mit dem T1000 hat das sonst fast unkaputtbare Arnie-Modell einen würdigen Gegner, wodurch, gekoppelt mit den Fähigkeiten des neuen Cyborgs viel Dynamik in die abwechslungsreiche Inszenierung fließt.

Auch wenn man bei großen Stunts, wie dem Brückensprung mit dem Motorrad, schnell mal sieht, wenn Schwarzenegger gerade ersetzt wurde, sind die anderen Tricks, zeitlich unabhängig unglaublich gut. Das liegt vor allem an dem massiven Puppen- und Maskeneinsatz, sowie anderen raffinierten Tricks. So wurde für die Szene, in der sich der T1000 in den Sicherheitsbeamten der Anstalt verwandelt, wirklich ein Zwillingspaar gecastet, um Authentik zu waren und das Geld für visuelle Effekte zu sparen, oder eine komplette Puppen für einen auseinandergerissenen T1000 hergestellt.

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